Da immer noch teilweise berechtigte Vorbehalte gegen spezielle Formen der Hypnose, insbesondere der Bühnen- und Showhypnose, existieren, die sie mit einem Zustand von Manipulation und Wehrlosigkeit gleichsetzen, erscheint es mir angebracht, eine ausführlichere Beschreibung einer seriösen klinisch-psychologischen Trance zu geben.

Ablauf

In Hypnose wird ein Trancezustand aktiviert. Während wir in unserem normalen Wachbewusstsein vieles gleichzeitig wahrnehmen, kann man Trance als einen Zustand konzentrierter, tief entspannter Aufmerksamkeit beschreiben, die Wahrnehmung wird gleichsam von außen nach innen verlagert. Die Person in Trance hört und versteht jedes Wort und ist jederzeit ansprechbar bzw. kann auf Fragen antworten. Sie weiß in jedem Augenblick, was geschieht; das Erlebte bleibt auch nach der Trance in Erinnerung und ist abrufbar. Nach Abschluss wird die Trance so zurückgenommen, dass die Person sich wieder vollständig in einem normalen Wachzustand befindet. 

Wirkung

Die Erfahrungen von Entspanntheit und Mühelosigkeit, die Klienten in der Trance machen, werden von Ergebnissen der Hirnforschung eindrucksvoll bestätigt: es werden Areale unseres Gehirns aktiviert, die unsere Aufmerksamkeit steuern und auch bei Entspannungsverfahren angeregt werden. Als angenehm werden entsprechend die Herabsetzung der Muskelspannung und des Herzschlags empfunden.

Die innere Wahrnehmung öffnet sich für Bereiche, die die Selbsterkennung entscheidend erweitern und oftmals Wege und Lösungen aufzeigen, die im normalen Wachzustand durch eingefahrene Erfahrungs- und Denkmuster unserer rechten Gehirnhälfte blockiert werden. 

Jede hypnotische Arbeit wird selbstverständlich vorher gemeinsam abgestimmt.