Stress

Das Grundprinzip jeden Lebens ist die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung des Gleichgewichts – der Homöostase. Es bedeutet, sich an jedwede Faktoren unserer Umgebung äußerlich und innerlich so anzupassen,  dass Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit in bestmöglicher Weise erreicht werden und erhalten bleiben.

Es bedeutet weiterhin, dass Anforderungen, Anspannung und sogar in gewisser Dosis Überforderungen (Distress) genauso zu unserem Leben gehören wie Entspannung, Erholung und selbstgewählte Anforderungen (Eustress). 

Es geht also nicht darum, Stress zu vermeiden, sondern die richtige Balance  zwischen beiden Polen zu finden, denn auch Unterforderung kann Stress bedeuten. In dieser Definition ist Stress als gefährdete Anpassung zu verstehen.

Gerät unser Gleichgewicht auf Dauer in Schieflage, fehlt also der nötige Ausgleich, geraten wir allmählich in einen Zustand der Erschöpfung, der chronifiziert als Burnout bezeichnet wird.

Burnout

Einer der wichtigsten Faktoren, der darüber entscheidet, ob wir uns gestresst fühlen, ist unser Selbstbild. Dies gilt insbesondere für das Burnout-Syndrom, das hauptsächlich im Zusammenhang mit der Arbeitswelt zu sehen ist. 

Nirgendwo treffen die Zeichen unserer Zeit mehr zu: Zeit- und Termindruck, hohe Arbeitsbelastungen, ständige Erreichbarkeit, schädigende Strukturen (Bsp. Schichtarbeit), Hierarchieprobleme, Angst um den Arbeitsplatz usw.

Es gibt eine Reihe von Phasenmodellen, die den Verlauf des Burnout beschreiben. Allen gemeinsam ist: 

Besonders gefährdet sind Menschen, die eine starke Leistungsmotivation, Perfektionsstreben, ein übergroßes Engagement und eine hohe Identifikation mit ihrem Job haben. 

Die Aussicht, Karriere zu machen, Anerkennung zu finden, gebraucht zu werden bzw. Gutes zu tun (bes. in helfenden Berufen) kann in einer befriedigenden Arbeit am besten umgesetzt werden.

Allerdings: zu einer Beziehung gehören immer zwei. Unsere Arbeitswelt hat sich teilweise drastisch und immer schneller werdend verändert und fordert immer mehr von Arbeitnehmer/innen. Es sind also nicht nur die Betroffenen, sondern auch der Zeitgeist, wirtschaftliche Interessen und krankmachende Strukturen, die mit verantwortlich sind.

Meiner Erfahrung nach ist der Wunsch nach Bestätigung und Wertschätzung eine der stärksten Triebfedern unseres Lebens, dessen Erfüllung beim Burnout über Leistung zu erreichen versucht wird.

Das ist auch eine der möglichen Ursachen, warum Betroffene es über Jahre schaffen, Warnsignale auszublenden und immer verbissener und unter immer größerem Einsatz ihrer Kräfte versuchen, das alte Hochgefühl wieder zu erleben. 

Als weiterer Grund ist zu sehen, dass sich die Entwicklung zum Burnout sehr langsam vollzieht. Die Belastungen werden ganz allmählich mehr und können anfangs gut kompensiert werden. Werden sie chronisch, hat sich die entsprechende Einstellung längst etabliert.

Was kann man tun?

Wenn Sie für sich erste Antworten finden wollen, finden Sie im Internet neben vielen Informationen auch sogenannte Selbsttests. 

Es gibt für alle Auswirkungen eines Burnout und stressbedingte Erschöpfung unterschiedlichste Hilfen zu deren Bewältigung, um Ihre Lebensbalance wieder her zu stellen. Schwerpunkte können sein: achtsamer Umgang mit sich selbst, Entspannungsmöglichkeiten, Neuorientierungen im Job und deren Umsetzung, versteckte Potenziale und Wünsche fördern. Ihr spezielles Thema. Ich unterstütze Sie darin, Ihren ganz persönlichen Weg zu finden und zu gehen.