Allgemein

Viele Menschen empfinden sich als naschsüchtig. Sie verspüren ein übermächtiges Verlangen nach Süßem, das sofort gestillt werden muss. Während des Essens genießen viele das Naschen auch, haben aber hinterher ein schlechtes Gewissen, weil sie sich wieder einmal nicht beherrschen konnten. Bis zum nächsten Mal.

Was ist Nasch“sucht“?

Wiewohl sich der Begriff „Naschsucht“ eingebürgert hat, zählt sie offiziell nicht zu den in den entsprechenden Diagnostikmanualen aufgeführten Süchten. 

Die heutigen Annahmen gehen dahin, dass es sich bei Nasch“sucht“ eher um eine psychische denn eine körperliche Abhängigkeit handelt. Beispielsweise sind die stimmungsaufhellenden Substanzen Tryptophan und Theobromin, die in Schokolade enthalten sind, in ihrer Dosierung viel zu gering für einen als positiv erlebten Einfluss auf den Körper und die Stimmung.

Der Geschmack von Süßem und die damit verbundenen positiven Empfindungen wie Wohlgefühl, Belohnung, Sicherheit und Trost sind in jedem von uns von Geburt an angelegt. Als Kinder lernen wir „süß = es geht mir gut“. Diese Erfahrung bleibt unbewusst erhalten. Das ist zugleich der Grund, warum die Appelle an uns selbst und unsere Bemühungen, damit aufzuhören, vergebens sind. Wenn wir uns in entsprechenden Situationen, z.B. bei Stress, wieder wohlfühlen wollen, rufen wir unbewusst das alte Programm mit dem bewährten Mittel wieder auf.

Was hilft?

Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei Nasch“sucht“ um eine Prägung, die in der Regel früh im Leben entsteht und sich unbewusst bis ins Erwachsenenalter auswirkt. Hypnose ist wie kein anderes Mittel dazu geeignet, diese jeweils individuelle Prägung wieder bewusst zu machen.

Es geht darum, die Wünsche und Bedürfnisse des kindlichen und des Erwachsenenanteils kennenzulernen und miteinander in Austausch zu bringen.

Ziel unserer Arbeit ist es, beide Anteile bewusst zu integrieren und dafür Lösungen zu finden, die beide Seiten zufriedenstellen.

Für eine Behandlung genügen in der Regel wenige Stunden.