Unsere größten Ängste sind die Drachen,

die unsere tiefsten Schätze bewahren.

Rainer Maria Rilke

 

Was ist Angst?

Angst gehört genau wie Wut oder Freude zu den ältesten menschlichen Gefühlen. Sie ist eine unserer besten Schutzmechanismen, weil sie uns wachsam und vorsichtig macht, uns Gefahren schnell erkennen und wirksam handeln lässt. Und: was geschähe, wenn man vor nichts Angst hätte?

Was sind Angststörungen?

Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland rund 2 Millionen Menschen unter behandlungsbedürftigen Ängsten leiden, Tendenz steigend. Im Unterschied zum normalen Angstempfinden spricht man von einer Angststörung,

>wenn die Reaktionen gegenüber einer als bedrohlich eingeschätzten Situation unangemessen stark oder unbegründet sind, 
>wenn die Lebensumstände das Ausmaß der Angst nicht erklären können,
>wenn die Symptome sehr intensiv erlebt werden, übermäßig lange anhalten, die Betroffenen seelisch und körperlich leiden, in ihrer Lebensführung beeinträchtigt und nicht in der Lage sind, ihre Ängste aus eigener Kraft zu bewältigen. 

Sollten Angststörungen behandelt werden?

Die Antwort ist ein klares Ja. 

>Wenn Angststörungen nicht behandelt werden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Chronifizierung hoch, d.h. sie bleiben bestehen oder verschlimmern sich.
> Mit der Zeit entsteht ein Teufelskreis aus angstbesetzten Vorstellungen (Angst vor der Angst), Vermeidungsverhalten und Körperreaktionen, der die Angst zusätzlich verstärkt. 
>Die angstbedingten Einschränkungen der Betroffenen und mögliche Folgen (Probleme im sozialen und Arbeitsumfeld, Suchtgefahren, Folgeerkrankungen) können die Lebensqualität nachhaltig und andauernd negativ verändern. 

Wie hilft Hypnose?

Hypnose eignet sich nachgewiesenermaßen sehr gut zur Behandlung von Ängsten. Dies belegen zahlreiche Untersuchungen. Einer der Gründe dafür ist, dass der Verstand, den viele erfolglos zur Bewältigung ihrer Ängste einsetzen („Ich weiß, dass ich keine Angst haben muss.“), in Trance zurücktritt. Stattdessen werden die Wissensquellen aktiviert, die dem Bewusstsein meist unzugänglich, für die Lösung des Problems jedoch von unschätzbarem Wert sind. 

Mein Behandlungsansatz geht davon aus, dass nahezu jede Angst – auch wenn es manchmal schwer vorstellbar ist – einstmals eine sinnvolle Reaktion auf eine entsprechende Situation war.
Es geht also nicht darum, Symptome „wegzumachen“, sondern ihre Bedeutung zu erkennen, denn sie waren einmal nutzvoll, dadurch nachvollziehbar und berechtigt.
Hat man erst einmal herausgefunden, wozu das Symptom „gut“ war, kann man es als Ressource und Hilfe nutzen. Die Angst bekommt einen Sinn.
Genau daraus entwickeln sich die passenden Lösungsschritte: wie kann ich jetzt mit der Situation umgehen? Welche Alternativen habe ich?

Sich mit seiner Angst auseinanderzusetzen, ist der erste Schritt zu ihrer Bewältigung.